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Beteiligte Wissenschaftler*innen

NEU BarbaraKoch

Prof. Dr. Barbara Koch

A1: Fernerkundungsbasierte Methoden zur Evaluierung der Waldstrukturen

www.felis.uni-freiburg.de

Barbara Koch studierte Forstwissenschaften an der Ludwig-Maximilians-Universität in München; Danach arbeitete sie als wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Landnutzungsplanung und Naturschutz. Ihre Forschungsschwerpunkte waren die Verwendung von multispektralen optoelektronischen Flugscannerdaten zur Erfassung von Waldschäden und Spektralanalyse von Vegetation unter standardisierten Bedingungen in Labor und Praxis.

Im Laufe der Jahre hat Barbara Koch ihre Forschungsaktivitäten erheblich ausgeweitet und zahlreiche Forschungsprojekte zur Fernerkundung und Geomodellierung im Rahmen der Wald- und Landschaftsanalyse durchgeführt (z. B. luftgestützte laserinduzierte Chlorophyll-Fluoreszenzmessungen zur Erfassung der Vitalität von Waldbäumen). Sie hat auch an multipolaren metrischen Luftradardaten gearbeitet, um verschiedene Bodenbedeckungstypen zu erkennen, mit besonderem Augenmerk auf die Waldbedeckung.

Barbara Koch besetzt den Lehrstuhl für Fernerkundung und Landschaftsinformationssysteme an der Universität Freiburg. Neben den traditionellen Feldern der Fernerkundung entwickelte und etablierte sie an der ehemaligen Fakultät für Forstwissenschaften in Freiburg ein Forschungs- und Lehrprogramm für Geomodellierung. Sie leitet derzeit das ConFoBi-Projekt A1, Fernerkundungsbasierte Methoden zur Evaluierung der Waldstrukturen.

 

NEU JuergenBauhus

Prof. Dr. Jürgen Bauhus

A2: Retention of structural elements in selectively used forests

www.waldbau.uni-freiburg.de

Jürgen Bauhus ist Professor für Waldbau und Sprecher des Instituts für Forstwissenschaften an der Fakultät für Umwelt und Natürliche Ressourcen der Universität Freiburg. Er studierte Forstwissenschaften in Freiburg, Wien und Göttingen. Nach seiner Promotion an der Universität Göttingen verbrachte er zwei Jahre als Postdoc an der Universität von Québec in Montréal. Danach wechselte er an die Australian National University in Canberra, wo er von 1996 bis 2003 Hochschuldozent für Waldbau und Baumphysiologie war und zu Naturwäldern und Plantagen forschte. Im Jahr 2003 übernahm er die Professur für Waldbau an der Universität Freiburg. Hier entwickelte er ein umfassendes Forschungsprogramm zur Struktur und Dynamik von Wäldern, Kohlenstoff- und Nährstoffkreisläufen, ökologischen Interaktionen in Mischbeständen und der Anpassung von Wäldern an den Klimawandel. An der Universität Freiburg etablierte Prof. Bauhus ein internationales MSc-Programm in Forstwissenschaften und die Graduiertenschule "Environment, Society and Global Change". Von 2011-2013 diente er als Dekan der Fakultät für Forst- und Umweltwissenschaften. Jürgen Bauhus hat mehrere Fachbücher und über 200 begutachtete wissenschaftliche veröffentlicht. Im Jahr 2008 wurde er mit dem Lehrpreis der Uni-versität Freiburg und der Auszeichnung "Professor des Jahres" der deutschlandweiten Universitätszeitschrift UNICUM geehrt. Er ist Vorsitzender des Wissenschaftlichen Beirats für Waldpolitik beim Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft. Für seine Forschungsleistungen wurde er 2014 mit dem „Scientific Achievement Award" der International Union of Forest Research Organizations ausgezeichnet.

 

NEU AlbertReif

Prof. Dr. Dr. h.c. Albert Reif

B1: Epiphyten und Mikrohabitatdiversität und -funktion auf Habitatbäumen

albert.reif@waldbau.uni-freiburg.de

www.vegetationskunde.uni-freiburg.de

Albert Reif studierte Biologie und Chemie an der Julius-Maximilians-Universität in Würzburg. Die Forschung seiner Doktorarbeit handelte von Heckenvegetation in Nordbayern, welche er an der Universität Bayreuth absolvierte. Albert Reif setzte seine akademische Karriere als Postdoktorand am Waldforschungsinstitut in Christchurch, Neuseeland fort, bevor er an die Universität Bayreuth zurückkehrte, um eine Stelle als Akademischer Rat in der Abteilung für Pflanzenökologie anzutreten. Hier schloss er erfolgreich seine Habilitation zum Thema Nadel- und Laubwälder Vegetation der Südinsel von Neuseeland ab.


Er erhielt seine Professur an der Universität Freiburg in den Bereichen Vegetationswissenschaft und Standortklassifizierung am Institut für Waldbau sowie an der Fakultät für Forst- und Umweltwissenschaften. Für seine Forschungen in Rumänien wurde er Ehrenbürger von Girda de Sus und ein Doktor Honoris Causa - eine Ehrung, die von der Universität für Landwirtschaft und Veterinärmedizin in Rumänien verliehen wurde. Bis 30.6.2019 leitet Albert Reif das ConFoBi-Teilprojekt B1, Epiphyten und Mikrohabitatsdiversität and Funktion in Habitatsbäumen.

 

NEU MarkusHauck

Prof. Dr. Markus Hauck

B1: Epiphyten und Mikrohabitatdiversität und -funktion auf Habitatbäumen

 

www.ecology.uni-freiburg.de

Markus Hauck hat Biologie an der Universität Göttingen studiert. Danach machte er an der gleichen Institution zielgerichtet weiter mit einer erfolgreichen Doktorarbeit und Habilitation in Botanik. Seine Forschung wurde regelmäßig von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) gefördert und konzentrierte sich unter anderem auf die Waldregeneration und Biodiversität am Übergang zwischen Wald und Steppe in den Altai und Khangai Bergen Kasachstans und der Mongolei, Biodiversität und Ökosystemfunktionen von Buchenwäldern der Slowakei, Kohlenstoffzyklen in Fichtenwäldern der Qilian Berge im Hochland Tibets, sowie biogeochemikalischen Zyklen und Pflanzendiversität in hoch gelegenen Nadelwäldern.

Trotz seines breiten ökologischen Interesses, ist er ein führender Flechtenspezialist, der sich auch für andere Epiphyten und Gefäßpflanzen interessiert Seine Forschung führte ihn zu einer Vertretungsprofessur, einer Wissenschaftlichen Mitarbeiterstelle zu einer Außerplanmäßigen Professur in Göttingen, unterbrochen durch einen kleinen Ausflug an die Carl von Ossietzky Universität in Oldenburg wo er als Wissenschaftlicher Mitarbeiter und Leiter des Radionuklidlabors angestellt war.Seit August 2018 hält er die Professur für Angewandte Ökologie an der Universotät Freiburg und ist Nachfolger von Albert Reif.

 

NEU StefanieGaertner

Dr. Stefanie Gärtner

B1: Epiphyten und Mikrohabitatdiversität und -funktion auf Habitatbäumen

www.schwarzwald-nationalpark.de

 Stefanie Gärtner wurde in Forstwissenschaften an der Universität Freiburg ausgebildet. Sie fertige dort ihre Diplom- und Doktorarbeit an, mit einer Spezialisierung in Vegetationsökologie. Nach ihrer Dissertation wurde sie wissenschaftliche Mitarbeiterin in Freiburg und verbrachte einige Zeit auf der Feldstation des USDA Forest Research Service in Oregon, USA. Sie zog sogar noch weiter nördlich und wurde Post-doc an der Universität Alberta in Kanada und genoss Forschung im fernen Süden zu bedrohten Wäldern auf der Robinson Crusoe Insel in Chile. Inzwischen musste sie die Universität Freiburg ziehen lassen, aber der Nationalpark Schwarzwald hat sie gewonnen. Dort ist sie Teil einer großartigen Gruppe an Wissenschaftlern und sie leitet die Sektion Prozessschutz und Vegetationsentwicklung. ConFoBi profitiert daher sehr von einer exzellenten Verbindung zum neu etablierten Nationalpark, der nicht weit von Freiburg entfernt ist.

 

NEU MichaelSchererLorenzen

Prof. Dr. Michael Scherer-Lorenzen

B2: Grundlegende Mechanismen von Vegetationsänderungen und Diversität in strukturerhaltender Waldbewirtschaftung

www.geobotanik.uni-freiburg.de

Michael Scherer-Lorenzen ist Professor für Geobotanik an der Fakultät für Biologie der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg und unterrichtet in den B.Sc. und  M.Sc. Studiengängen der Biologie. Sein wissenschaftliches Interesse gilt hauptsächlich der Erforschung der biotischen Kontrollmechanismen ökologischer Prozesse und deren Interaktion mit globalen Einflussfaktoren — wie beispielsweise Klimawandel, Änderungen der Landnutzung, oder Stickstoffdepositionen[G1] — auf diversen zeitlichen und räumlichen Skalen.

Innerhalb dieses Forschungsfeldes liegt sein Fokus auf der Quantifizierung der funktionalen Rolle der Biodiversität für biogeochemische Kreisläufe. In einem stärker anwendungsbezogenen Ansatz untersucht er zudemden Einfluss der biologischen Vielfalt für die Bereitstellung ökologischer Güter und Leistungen.

Seit einigen Jahren bearbeitet er auch Projekte in der Soundscape-Ökologie (Ökologie der Klanglandschaften), bei denen die akustischen Signaturen innerhalb von Ökosystemen und Landschaften untersucht werden. Hier konzentriert sich sein Team auf den Effekt der Landnutzungs-Intensität auf die akustische Diversität in Graslandschaften und Waldökosystemen.

Michael Scherer-Lorenzen betreut die ConFoBi-Teilprojekte B2 (Mechanismen von Vegetationsänderungen und Diversität in strukturerhaltender Waldbewirtschaftung), B7 (Klanglandschafts-Analyse des Schwarzwalds: Akustische Diversität und Waldstruktur in einem bewirtschafteten Wald-Ökosystem der gemäßigten Klimazone) und B9 (Struktur und Vernetzung: Die Quantifizierung der Effekte von strukturerhaltender Waldbewirtschaftung auf Pilz-Diversität).

 

NEU AlexKlein

Prof. Dr. Alexandra Klein

B3: Diversität und Funktion von Pflanzen-Insekten Interaktionen entlang eines Strukturgradienten

www.nature.uni-freiburg.de

Alexandra Klein studierte Biologie an der Universität Göttingen. Der Titel ihrer Doktorarbeit lautete: "Bienen, Wespen und ihre natürlichen Feinde in Kaffee-Agroforstsystemen in Sulawesi: Bestäubung, Interaktion und Habitatbewertung". Diese Forschung zeigte, dass die Diversität der Bienen und nicht die Abundanz für hohe Fruchtmengen wichtig ist. Es wurde festgestellt, dass die Diversität der Bienen stark von der Nähe zu Regenwäldern und den Managementpraktiken der Agroforstwirtschaft beeinflusst wird.

Nach ihrem Abschluss arbeitete Alexandra Klein als Postdoc in der Agrarökologie-Gruppe von Professor Teja Tscharnkte, wo sie die Bestäubungsforschung fortsetzte, welche sie in Indonesien angefangen hatte. Sie arbeitete drei Jahre lang als ordentlicher Professor an der Universität Lüneburg, bevor sie nach Freiburg wechselte, um den Lehrstuhl für Naturschutz und Landschaftsökologie zu übernehmen.

 

NEU GernotSegelbacher

Prof. Dr. Gernot Segelbacher

B4: Funktionale Konnektivität von saprophytischen Käfern in Totholzflächen

gernot.segelbacher@wildlife.uni-freiburg.de

www.wildlife.uni-freiburg.de

Gernot Segelbacher studierte Biologie in Tübingen, Baden-Württemberg, mit den Schwerpunkten Verhaltensökologie, Botanik und Geologie. Seine Doktorarbeit konzentrierte sich auf nicht-invasive genetische Probenentnahmen beim Auerhuhn und trug zur Etablierung genetischer Überwachungsmethoden bei. Als Postdoc-Stipendiat der Vogelwarte Radolfzell des Max-Planck-Instituts untersuchte er den Einfluss der Landschaft auf die genetische Struktur des Auerhuhns, bis er sich 2005 der Universität Freiburg der Professur für Wildtierökologie und Wildtiermanagement anschloss.

Im Rahmen von ConFoBi untersucht Gernot Segelbacher die genetische Diversität unter Verwendung von saprophilen Käfern als Untersuchungsart. Er schätzt die interdisziplinäre Struktur des Projekts, dass Forscher außerhalb ihrer eigenen Forschung und gemeinsam an einem umfassenden Projekt in Wäldern arbeiten.


NEU VeronikaBraunisch

Dr. Veronika Braunisch

B5: Landschafts-moderierte Nutzung von Waldstrukturen durch Fledermäuse

veronika.braunisch@forst.bwl.de

veronika.braunisch@iee.unibe.ch

www.fva-bw.de; www.cb.iee.unibe.ch

Veronika Braunisch studierte Biologie an der Universität Freiburg und arbeitete danach als wissenschaftliche Mitarbeiterin in der Wildtierökologie der Forstlichen Versuchs- und Forschungsanstalt Baden-Württemberg, FVA. In ihrer Doktorarbeit beschäftigte sie sich mit der räumlichen Ökologie einer bedrohten Raufußhuhnart und bildete die Grundlage für den Auerhuhn Aktionsplan des Bundes. Im Jahr 2008 startete Veronika an der Universität Bern in der Schweiz ein Post-Doc in Naturschutzbiologie. Seitdem teilt sie ihre Zeit zwischen Bern und ihrer primärer Zugehörigkeit, der FVA Freiburg, wo sie jetzt eine Forschungsgruppe in den Bereichen Waldökologie und Naturschutz leitet.

Veronikas Forschungsschwerpunkte liegen in der Naturschutzbiologie und Tierökologie, hauptsächlich in Wald- und Gebirgsökosystemen. Sie ist insbesondere daran interessiert, räumlich explizite Methoden zur Analyse der Arten-Lebensraum-Wechselwirkungen auf verschiedene Arten zu entwickeln, um anwendbare Grundlagen für das Naturschutzmanagement bereitzustellen. Die Arbeit an zwei Instituten in zwei Ländern bietet nicht nur die Möglichkeit für gemeinsame grenzüberschreitende Projekte. Sie ermöglicht auch die Überbrückung der Kluft zwischen Wissenschaft und Praxis, da Forschungsergebnisse direkt in Schutzkonzepte umgesetzt und in die Umsetzung geleitet werden können.

Veronika betreut das Teilprojekt B5, landschaftsmoderierte Nutzung von Waldstrukturen durch Fledermäuse. Sie sieht die größte Stärke (und Herausforderung) von ConFoBi im interdisziplinären Ansatz, um eine wichtige Frage des Naturschutzes zu lösen: Wie kann der Erhalt der Biodiversität effizient in die Waldbewirtschaftung integriert werden?


IlseStorch

Prof. Dr. Ilse Storch

B6: Mehrskalige Evaluierung der Beziehungen zwischen Vögeln und Waldstruktur

www.wildlife.uni-freiburg.de

IIlse Storch studierte Biologie an den Universitäten Aachen (RWTH) und München (LMU). Nach einem Forschungsjahr in Schweden und einer Dissertation in den Alpen arbeitete sie als Forscherin und Dozentin an der Technischen Universität München (TUM), wo sie sich in Ökologie und Naturschutzbiologie habilitierte. Sie hat auf fast allen Kontinenten geforscht und zu Wildtier-Themen beraten und gelehrt und leitete über 20 Jahre lang die Grouse Specialist Group der IUCN. Seit 2004 ist sie Professorin für Wildtierökologie und Wildtiermanagement an der Universität Freiburg. Ilse Storch und ihr Team konzentrieren sich auf die Auswirkungen des Menschen auf Wildtiere und wollen zu einer wissenschaftlich fundierten Grundlage für das Wildtiermanagement und den Erhalt der biologischen Vielfalt beitragen.

Ilse Storch ist die Sprecherin des Graduiertenkollegs ConFoBi. Als solche beaufsichtigt sie die Koordination und Verwaltung und betreut die Forschung an Vögeln und Säugetieren. An ConFoBi schätzt sie vor allem, dass der interdisziplinäre Ansatz enge Verbindungen zwischen den beteiligten Forschern herstellt und Vernetzungen im Denken bewirkt, zwischen den Professoren wie auch zwischen den Promovierenden. Sie genießt die Zusammenarbeit mit Menschen diverser geographischer wie disziplinärer Hintergründe, um inter- und transdisziplinäre Fragen zur Waldbiodiversität anzugehen. Die größte Stärke von ConFoBi sieht Ilse Storch im Grundsatz „alle Messungen auf allen Plots“, welcher gleichzeitig auch die größte Herausforderung darstellt. Dieser Ansatz gewährleistet einen kontinuierlichen und intensiven Austausch zwischen den Disziplinen, Projekten und den beteiligten Teilnehmern.


NEU MarcHanewinkel

Prof. Dr. Marc Hanewinkel

C1: Ökonomische Evaluierung von Biodiversitätsorientierter Waldbewirtschaftungsstrategien

www.ife.uni-freiburg.de

Marc Hanewinkel studierte Forstwissenschaften an der Universität Freiburg und der ETH Zürich und erhielt sein Diplom in Forstwirtschaft von der Universität Freiburg. Er setzte sein Studium in Freiburg fort, wo er mit dem Titel „Plenterwald und Plenterwaldüberführung – Modellstudien zu planungstechnischen, waldbaulichen und ökonomischen Aspekten am Fallbeispiel des Wuchsgebietes Schwarzwald" am Institut für Waldwirtschaft promovierte.

Marc Hanewinkel's Hauptprojekte und Forschungsschwerpunkte konzentrieren sich auf die Auswirkungen und Managementstrategien zur Anpassung der Wälder an den Klimawandel. Im Speziellen befasst er sich mit der Erforschung von Risikobewertung, Modellierung und Begutachtung der Auswirkungen des Klimawandels. Er arbeitet an der Entwicklung von anpassungsfähigen Bewirtschaftungsstrategien und wendet moderne Heuristiken bei Problemen der multifunktionalen Waldbewirtschaftung an.

Er koordinierte auch internationale Forschungsprojekte zu Anpassungsstrategien für den Klimawandel in Europa. Dazu gehörten Projekte innerhalb des 7. Rahmenprogramms der EU mit 20 Partnern aus 15 EU-Ländern und das EU-Interreg- Alpine-Space Programm. Derzeit hält Marc Hanewinkel den Lehrstuhl für Waldökonomie und Waldplanung und betreut das ConFoBi-Projekt C1, Ökonomische Evaluierung von Biodiversitätsorientierter Waldbewirtschaftungsstrategien.

 

NEU UlrichSchraml

Prof. Dr. Ulrich Schraml

C2: Lokales Wissen zur Biodiversität und zur Waldnaturschutzpraktiken

www.fva-bw.de

Ulrich Schraml studierte Forstwissenschaft in München. Er hat seine Doktorarbeit über die Normen und Verhalten von Jägern abgeschlossen, in welcher er ein Modell entwickelte, um die Sozialisierung von Jägern und die entsprechenden Konflikte zwischen verschiedenen Jägergruppen zu verstehen. Nach seiner Promotion wurde er wissenschaftlicher Assistent am Institut für Wald- und Umweltpolitik der Universität Freiburg.

Ulrich Schraml ist derzeit außerordentlicher Professor am Lehrstuhl für Wald- und Umweltpolitik, Leiter der Abteilung "Wald und Gesellschaft" am Forstliche Versuchs- und Forschungsanstalt Baden-Württemberg (FVA) und Direktor der FVA. Ulrich Schraml betreut mit ConFoBi das Teilprojekt C2, Lokales Wissen zur Biodiversität und zur Waldnaturschutzpraktiken. Er schätzt die enge Verbindung zu relevanten Fragen der Forstunternehmen und glaubt, dass die Stärke von ConFoBi in dem hochengagierten Team junger Forscher liegt.

 

NEU GeorgWinkel

PD Dr. Georg Winkel

C2: Lokales Wissen zur Biodiversität und zur Waldnaturschutzpraktiken

www.efi.int

Georg Winkel ist ein Eigengewächs, da er seine Diplom- und Doktorarbeit, sowie seine Habilitation an der Universität Freiburg durchführte. Seine Schwerpunkte sind sozio-politische Aspekte der Forstwirtschaft und Bioenergie, nicht nur im Schwarzwald aber auch in anderen Gebieten. Natürlich berührt dies wichtige Aspekte wie Naturschutz mit dem Fokus auf Natura 2000, gute „Governance" und Klimawandel. Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) unterstützte einen Abstecher an die University of California, Berkeley und er wurde assoziiertes Fakultätsmitglied der Universität Yale. Für einige Zeit zog es ihn nach Skandinavien wo er in Finnland arbeitete.

Neben alledem ist er sehr aktiv bei der International Union of Forest Research Organizations (IUFRO) und leitet seit einigen Jahren das Deutsche Büro des European Forestry Institute in Bonn, ebenso wie deren Programm zur Resilienz.

 

Prof. Dr. Daniela Kleinschmit

C2: Local biodiversity knowledge and forest conservation practices

www.ifp.uni-freiburg.de

Daniela Kleinschmit studierte Forstwissenschaften an der Universität Göttingen welches Sie mit Politik- und Kommunikationswissenschaften ergänzte. Sie erhielt ihren Doktortitel ebenfalls von der Universität Göttingen für eine Arbeit zu Forst- und Naturschutzpolitik in den Medien. Ihre Zeit als Post-Doc verbrachte sie an der Universität Göttingen und an der Universität Hamburg wo sie sich insbesondere mit Agrarpolitik auseinandersetzte. 2008 ging sie zunächst als Assistant Professor und dann als Associate Professor an die SLU in Uppsala, Schweden bevor sie Ende 2014 auf die Professur für Forst- und Umweltpolitik an der Fakultät für Umwelt- und Natürliche Ressourcen in Freiburg berufen wurde.

Ihre Professur beschäftigt sich mit Politik im Bereich Klima, Naturschutz, Wasser und besonders Wald. Dabei werden die unterschiedlichen politischen Entscheidungsebenen (vom lokalen bis zum internationalen) in die Untersuchung einbezogen. Ein besonderer Fokus der Forschung an ihrer Professur liegt konzeptuell auf den Interaktionen von Akteuren und Institutionen und empirisch auf der Frage der Politikintegration.

Daniela war zunächst Prodekanin und von 2018 bis 2019 Dekanin der Fakultät für Umwelt und Natürliche Ressourcen. Sie ist Vizepräsident der International Union of Forest Reserach (IUFRO) und trägt mit ihrer Forschung beratend zu politischen Prozessen auf unterschiedlichen Ebenen bei.

Daniela möchte in Zukunft in ConFoBi mitarbeiten (Entscheidung der DFG noch ausstehend) und freut sich auf die Arbeit mit dem interdisziplinären Team und ganz besonders auf die Zusammenarbeit mit den engagierten Doktorand*innen. Die durch die Trockenheit entstandene politische und gesellschaftliche Aufmerksamkeit für den Wald versteht sie als ein besonderes Momentum der Politikanalyse auch im Rahmen von ConFoBi.

NEU MichaelPregernig

Prof. Dr. Michael Pregernig

D1: Professionelle Epistemologien und Integration von Biodiversitätsnahem Wissen in Sozio-politische Entscheidungsprozesse

www.envgov.uni-freiburg.de

Michael Pregernig studierte Handelswissenschaften mit Schwerpunkt Umweltökonomie an der Wirtschaftsuniversität Wien. Des Weiteren studierte er Forstwirtschaft mit Schwerpunkt Umwelt- und Ressourcenpolitik an der Universität für Bodenkultur Wien (BOKU), wo er seine Promotion und Habilitation erwarb. Vor seiner Anstellung an der Universität Freiburg verbrachte Michael Pregernig zwölf Monate als wissenschaftlicher Mitarbeiter an der John F. Kennedy School of Government an der Harvard Universität in den USA.

Michael Pregernig ist derzeit Professor für Sustainability Governance am Institut für Umweltsozialwissenschaften und Geographie an der Universität Freiburg; seine Forschung steht im Nexus von Nachhaltigkeit, Wissenschaft und Gesellschaft. Konzeptionell und methodisch strebt er danach, Ansätze aus den Nachhaltigkeitswissenschaften mit jenen der Science & Technology Studies (STS) zu integrieren. Michael Pregernig betreut in ConFoBi das Teilprojekt D1, Professionelle Epistemologien und Integration von biodiversitätsbezogenem Wissen in sozio-politische Entscheidungsprozesse.

 

NEU CarstenDormann

Prof. Dr. Carsten Dormann

D2: Evidenzbasiertes Biodiversitätsmanagement in Wäldern

www.biometrie.uni-freiburg.de

Carsten Dormann begann sein Studium der Botanik an der Universität Kiel. Seine Dissertation beschäftigte sich mit den Auswirkungen des Klimawandels auf Wechselwirkungen zwischen Pflanzen und zwischen Pflanzen und Herbivoren der Hocharktis. Während seiner Doktorarbeit entwickelte er eine starke Wertschätzung für statistische Werkzeuge, ein Thema zu dem er seitdem ein Lehrbuch verfasst hat. Nach einem kurzen Post-Doc über eingeführte Pflanzenarten in mediterranen Systemen wurde Carsten Dormann Post-Doc und dann Gruppenleiter für "Biotische Ökosystemleistungen" am Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung-UFZ in Leipzig. Gemeinsam mit Kollegen der Universität Göttingen untersuchte er die Rolle von Bestäubung und Biokontrolle als Ökosystemdienstleistungen. Diese Arbeit enthielt auch eine starke statistische / modellierende Komponente, die ihn schließlich zur Professur an der Universität Freiburg brachte.

Carsten Dormann untersucht in Zusammenarbeit mit ConFoBi, ob wissenschaftliche Erkenntnisse aus gemäßigten Wäldern der Welt in den Schwarzwald übertragen werden können. Er glaubt, dass es mindestens drei Perspektiven auf die Diversität in bewirtschafteten Wäldern gibt: vor Ort gemessene Biodiversität wichtiger Taxa; Literaturrecherche und lokales Wissen von Waldbesitzern und -verwaltern. Er glaubt, dass ConFoBi viele Fragen beantworten kann, zum Beispiel: Stimmen diese Perspektiven mit Managementstrategien und Prioritäten überein? Wo sind die Konflikte? Wo liegen die Synergien zwischen Naturschutz und Holzproduktion?

Carsten Dormann sieht in ConFoBi zwei große Stärken; die multidisziplinäre Zusammensetzung des Forschungsteams und die Tatsache, dass alle Projekte auf den gleichen Plots arbeiten, sodass Daten viel einfacher und statistisch integriert werden können. Es bedarf eines großen, gut abgestimmten Handelns, um selbst die vielfältigen Facetten dieses vergleichsweise einfachen und gut durchdachten Systems zu verstehen: Das bietet ConFoBi!