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Doktorand*innen

Martin Denter

A1: Fernerkundungsbasierte Methoden zur Evaluierung von Waldstrukturen

martin.denter@confobi.uni-freiburg.de

www.felis.uni-freiburg.de

Martin studierte Umweltnaturwissenschaften (B.Sc.) mit Umwelthydrologie als Nebenfach an der Universität Freiburg. Nach seinem Abschluss blieb er an der Universität Freiburg, wo er seine Ausbildung mit einem M.Sc. der Umweltwissenschaften mit Schwerpunkt auf Umweltmodellierung und Geoinformationssystemen fortsetzte. Bei seiner Arbeit in der Forstlichen Versuchungs- und Forschungsanstalt Baden-Württemberg beschäftigte er sich mit der Analyse von Luftbildern. Aufbauend darauf verfasste er seine Masterarbeit zum Thema der Klassifizierung von Laubbaumarten. Als Fortführung der Arbeit seines Vorgängers Julian wird er Methoden zur Untersuchung von Mikrohabitaten entwickeln. 

Xiang Liu

A1: Fernerkundungsbasierte Methoden zur Evaluierung von Waldstrukturen

www.felis.uni-freiburg.de

Xiang erhielt seinen Master of Science in physikalischer Geographie von der Nanjing Normal Universität. Während seines Masterstudiums konzentrierte er sich auf den Nachweis invasiver Arten mit Fernerkundungsmethoden, insbesondere auf die Verwendung verschiedener sogenannter „one-class classification“ Algorithmen. Er freut sich, als assoziierter Doktorand am ConFoBi-Projekt teilnehmen zu können, da ConFoBi die Möglichkeit bietet, innerhalb einer Gruppe von Forschern mit einem ähnlichen Forschungsthema wissenschaftlich zu arbeiten. Das Forschungsthema seiner Doktorarbeit konzentriert sich auf die Klassifizierung von Baumarten und die Erkennung von Totholz mit verschiedenen Algorithmen für maschinelles Lernen unter Verwendung von untrschiedlichen Fernerkundungsdatenquellen. Das erste Ziel seiner Studie ist es, das Potenzial dieser Fernerkundungsdaten für Baumarten und Totholzkarten auf regionaler und lokaler Ebene zu untersuchen. Das zweite Ziel ist es, das Vorkommen von Totholz abzubilden und mit ausgewählten Umgebungsvariablen in Beziehung zu setzen. Er ist sich sicher, dass die Forschung dazu beitragen wird, detailliertere Informationen über Baumarten und ein besseres Verständnis über die Verteilung von Totholz zu erlangen. Xiang wird aus Mitteln eines CSC Stipendiums finanziert.

Andreea Petronela Spinu

A2: Erhalt von Strukturelementen in selektiv genutzten Wäldern

www.waldbau.uni-freiburg.de

Andreea studierte Forstwirtschaft und Forstingenieurwesen (BSc) an der Transilvania Universität von Brasov in Rumänien und erhielt den „Euroforester MSc“ von der Schwedischen Universität für Agrarwissenschaften in Schweden.
Während ihres Studiums wurde sie oft mit der kontroversen Frage konfrontiert, wie die Forstwirtschaft das perfekte Gleichgewicht zwischen gesellschaftlichen und ökologischen Anforderungen finden kann (und ob sie das wird), um Nachhaltigkeit zu erreichen. Sie beschloss, sich der Antwort dieser Frage zu nähern, indem sie sich mit der Dynamik von Wäldern befasste, die noch sehr natürlich sind. Diese sind eine wertvolle Quelle für ökologische Informationen. Störungsregime (Wind, Feuer) waren dabei von großem Interesse, da diese lange als negativ und außerhalb des Managementsystems gesehen wurden und daher in den Entscheidungen über die Waldbewirtschaftung vernachlässigt wurden. Ihre BSc und MSc Arbeiten befassten sich daher mit der Dynamik der Primärwälder von Fagaras Mts. (Rumänien) und Bialowieza (Polen). Für ihre Promotion will sie den ökologischen Hintergrund solcher Ökosysteme nutzen und sich auf die Verbesserung der biologischen Vielfalt in bewirtschafteten Wäldern konzentrieren. Hier ist das Überleben vieler Arten, die auf Wälder angewiesen sind, durch den Mangel und die schlechte Qualität der Baummikrohabitate bedroht. Während ihrer Forschung bei ConFoBi wird sie sich mit der Langlebigkeit von Habitatbäumen und Baummikrohabitaten befassen. Diese Informationen sind wichtig, da solche Bäume über einen längeren Zeitraum Habitatstrukturen für den Erhalt der biologischen Vielfalt zur Verfügung stellen sollen.
Das ConFoBi-Projekt passt hervorragend zu ihren Interessen und ihrem akademischen Hintergrund und sie ist froh, in einem so dynamischen und transdisziplinären Umfeld zu arbeiten (und hoffentlich auch mit ihrer positiven Einstellung täglich ein Lächeln auf die Lippen der Anderen zu zaubern).

Josef Großmann

A2: Bildung und Entwicklungsdauer von Mikrohabitaten auf der Ebene einzelner Bäume und Waldbestände

josef.grossmann@waldbau.uni-freiburg.de

www.waldbau.uni-freiburg.de

Josef absolvierte seinen Bachelorstudiengang “Waldwirtschaft und Umwelt“ (Hauptfach) sowie „Naturschutz und Landschaftspflege“ (Nebenfach) an der Universität Freiburg zwischen 2010 und 2014. Als Teilnehmer des BachelorPLUS Programms studierte er ein Jahr an der Universität New Brunswick, Kanada. Mit dem Thema „Wirksamkeit von Habitatbäumen und deren Auswahlkriterien für den Biodiversitätserhalt – eine Fallstudie im Bergmischwald“ schloss er 2017 seinen Master in Forstwissenschaften an der Universität Freiburg ab. Anschließend unterstützte er als wissenschaftliche Hilfskraft die Einrichtung der ConFoBi-Plots und die Inventur von Baum-Mikrohabitaten und Totholz. Seit 2018 promoviert er zum Thema „Entstehung und Entwicklungsdauer von Mikrohabitaten auf Einzelbaum- und Bestandesebene“. Dabei untersucht er unter anderem Habitatbaumgruppen und Waldrefugien des Alt- und Totholzkonzeptes in ganz Baden-Württemberg.  Ein weiterer Teil seiner Arbeit befasst sich mit der strukturellen Vielfalt von Stadtbäumen. Im Rahmen einer Studie in Montréal, Kanada untersucht er die Ausstattung von Mikrohabitaten an Bäumen in Abhängigkeit unterschiedlicher Baumpflege-Regime.  Josef wird von der Forstlichen Versuchs- und Forschungsanstalt Baden-Württemberg (FVA) und dem Cusanuswerk finanziert.

Dina Emrich

B1: Epiphyten sowie Mikrohabitatdiversität und -funktion auf Habitatbäumen

dina.emrich@ecology.uni-freiburg.de

www.ecology.uni-freiburg.de

Dina hat an der Universität Gießen Biologie (BSc) mit den Schwerpunkten Ökologie und Mikrobiologie studiert. In ihrer Abschlussarbeit untersuchte sie den Einfluss der Waldstruktur auf die Aktivität und Vielfalt von Fledermäusen. Sie hat außerdem einen Master in Ökologie und mikrobieller Biodiversität der Technischen Universität Kaiserslautern. In ihrem Masterstudium konzentrierte sie sich auf kryptogame Organismen, wie Cyanobakterien, Grünalgen und Flechten. Dadurch wurde ihr Interesse an Flechten in biologischen Bodenkrusten geweckt und sie bekam die Möglichkeit, im Rahmen des DFG-Schwerpunktprogramms EarthShape ihre Masterarbeit über Flechten aus der Atacama-Wüste zu schreiben. Die Arbeit untersuchte die Zusammensetzung der Flechtenarten in einer Nebeloase in der Atacama-Wüste entlang eines Feuchtigkeitsgradienten von der Küste bis ins Landesinnere mithilfe molekularer Techniken. Außerdem untersuchte sie die Rolle dieser Flechten bei Verwitterungsprozessen.
Basierend auf ihren interdisziplinären Erfahrungen freut Dina sich, ihre Fähigkeiten in zukünftigen Studien im Rahmen des ConFoBi-Projekts weiterzuentwickeln. Im Rahmen ihrer Doktorarbeit wird sie die epiphytische Flechten- und Moosdiversität auf ausgewählten Bäumen untersuchen, um den Einfluss von Waldfragmentierung und Waldstruktur auf die kryptogamische Vielfalt im südlichen Schwarzwald zu bewerten, sowie den Einfluss auf den Bedeckungsgrad. Das ConFoBi-Projekt ist passt perfekt zu Dina, da es ihre Hauptinteressen Waldökologie, Kryptogamendiversität, sowie  Wald- und Naturschutz verbindet.

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Diane Stevenson

B1: Epiphyten sowie Mikrohabitatdiversität und -funktion auf Habitatbäumen

diane.stevenson@waldbau.uni-freiburg.de

www.waldbau.uni-freiburg.de

Diane studierte an der University of Reading und erhielt ihren M.Sc. in Pflanzenvielfalt, Taxonomie und Systematik. Ihre Masterarbeit behandelte die Molekulare Systematik von Aspalathus L. (Fabaceae).

In ihrer Dissertation konzentriert sie sich auf Epiphyten und die Diversität von Mikrohabitaten und ihre Funktion auf Habitatbäumen. Sie entschied sich am ConFoBi-Projekt teilzunehmen, weil sie sich für Epiphyten und die Forstwirtschaft interessiert und sie dadurch wieder offiziell in die akademische Welt zurück gekehrt ist. Diane verfolgt nach dem Projekt das Ziel, ihre wissenschaftliche Forschung fortzusetzen oder im Waldschutz zu arbeiten.

Photo SK

Sara Klingenfuß

B2: Grundlegende Mechanismen von Vegetationsänderungen und Diversität in Retentions-Forstwirtschaft

www.geobotanik.uni-freiburg.de

Sara war schon immer eine Naturliebhaberin und begann ihre wissenschaftliche Laufbahn mit einem Praktikum am Fraunhofer-Institut für Nachhaltigkeits- und Innovationsforschung. Dort entdeckte sie ihre Neugierde für das Zusammenspiel von Mensch und Natur und den Prozessen, die dem globalen Wandel zugrunde liegen. Anschließend studierte sie Geoökologie, Evolution und Ökologie an der Universität Tübingen. Ihre Interessen reichen von den Mustern, die Biodiversität schaffen, zum Beispiel Störung und Heterogenität, über Bedrohungen für Ökosysteme durch den globalen Wandel, hin zur Früherkennung kritischer Übergänge in Ökosystemen, die für solche Veränderungen anfällig sind. Durch Betrachtungen dieser Prozesse auf unterschiedlichen Skalen erkannte sie, dass es wichtig ist mehrere Disziplinen in wissenschaftliche Ansätze einzubeziehen, um die Gesetzmäßigkeiten der Natur zu untersuchen. ConFoBi bietet ihr die perfekte Gelegenheit all ihr Wissen und ihre Erfahrung  zusammenzubringen. Der interdisziplinäre Ansatz, Einflüsse der modernen Welt auf ein Waldökosystem zu untersuchen, war für sie so reizvoll, dass sie nun drei Jahre lang intensiv im Rahmen von ConFoBi forschen wird. Während ihrer Promotion konzentriert sie sich darauf, wie die funktionelle Biodiversität der Krautschicht durch natürliche und vom Menschen verursachte Heterogenität, wie beispielsweise Bodeneigenschaften oder Waldstrukturen, beeinflusst wird. Die Betrachtung von funktioneller Diversität wird schon seit längerem immer wichtiger und Untersuchungen der funktionellen Merkmale von Pflanzen könnten aufzeigen, wie sich unter den jeweiligen Bedingungen unterschiedliche Waldgemeinschaften bilden. Saras gemeinschaftsökologische Arbeiten verbinden kleinskalige Prozesse mit Faktoren, die die Pflanzenvielfalt auf größeren Skalen beeinflussen, darunter auch die Konnektivität von Waldflächen.

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Jan Helbach

B2: Grundlegende Mechanismen von Vegetationsänderungen und Diversität in Retentions-Forstwirtschaft

jan.helbach@biologie.uni-freiburg.de

www.geobotanik.uni-freiburg.de

Jan begann sein Grundstudium in Chemieingenieurwesen. Seine Interessen entwickelten sich weiter und veranlassten ihn, einen M.Sc. in Geoökologie mit den Schwerpunkten Botanik, Zoologie und Ökologie der Universität Tübingen zu machen. Während seiner akademischen Karriere absolvierte Jan ein Praktikum im Naturschutzzentrum Wollmatinger-Ried des NABU, wo es zu seinen Verantwortungen gehörte, bedrohter Arten zu begutachten, invasive Arten zu überwachen und kontrollieren, sowie den Landschaftsschutz zu fördern.

Als Doktorand von ConFoBi will Jan die Pflanzenvielfalt in bewirtschafteten Waldökosystemen untersuchen. Sein Teilprojekt besteht darin, die Bedingungen zu untersuchen, unter denen Retentions-Forstwirtschaft zu einer höheren Pflanzenvielfalt führt, und zu untersuchen, wie Retentions-Forstwirtschaft ein Instrument zur Erhaltung der Vielfalt in gemäßigten Wäldern sein kann. Jans Forschung wird einen genaueren Blick darauf werfen, wie Lebensraumbäume und stehendes Totholz ihre Umgebung beeinflussen und ob sie die Heterogenität in ihrer Umgebung erhöhen.

Für Jan bietet ConFoBi die Möglichkeit, Forschung im Bereich der Biodiversität in einer Gruppe verwandter und transdisziplinärer Wissenschaftlern durchzuführen. Er glaubt auch, dass Wälder in Mitteleuropa als nahezu natürliche Ökosystemen geschützt werden sollten. Sie decken immer noch große Gebiete ab und übernehmen ein breites Spektrum von Ökosystemleistungen, wie beispielsweise Lebensräume für eine Vielzahl von Arten bereit stellen, Luft zu filtern und Kohlendioxid zu speichern.

Jan interessiert sich für Faktoren, die seltenen und empfindlichen Ökosystemen schaden, wie etwa invasive Arten oder den Klimawandel. In diesen Fällen orientiert er sich an der Pflanzengemeinschaft, um Veränderungen räumlich und zeitlich zu erkennen.

Nolan Rappa

B3: Diversität und Funktion von Pflanzen-Insekten Interaktionen entlang eines Gradienten der Retentions-Forstwirtschaft

www.nature.uni-freiburg.de

Nolan entdeckte sein Interesse für Naturschutz, als er in Buffalo, New York, Biologie studierte. Durch die Erforschung von blattfressenden Insekten während eines Austauschs an der University of Alaska wuchs sein Interesse an der Ökologie und dem Schutz von terrestrischen Insekten im Wald. Nach Erhalt eines B.A. in Biologie machte er seinen M.Sc. Abschluss in Ökologie an der Universität Bremen. Seine Arbeit dort konzentrierte sich auf parasitäre Hymenopteren, Biologische Kontrollen von Insekten und sichere Alternativen zur Verminderung von Insektenschäden, sowie zur Verminderung möglicher unerwünschter Nebeneffekte auf andere Insekten. Als Doktorand in ConFoBi untersucht Nolan die Auswirkungen von Gradienten, wie Retention (kann auch mit naturnaher Waldbewirtschaftung übersetzt werden) und anderen Waldstrukturelementen auf die Insektenvielfalt, die Interaktionen von Insektengemeinschaften und Nahrungsnetzen. Sein Hauptinteresse gilt den Auswirkungen von Naturschutz auf Insektengemeinschaften auf der Landschaftsebene und der Bewirtschaftung von Waldökosystemen zur Förderung der biologischen Vielfalt. Sein Hauptaugenmerk liegt dabei auf der Erhaltung des Naturerbes durch interdisziplinäre Forschung.

Laura-Sophia Ruppert

B4: Funktionale Konnektivität von saprophytischen Käfern in Totholz Flächen

www.wildlife.uni-freiburg.de

Laura hat ihren B.Sc. in Biowissenschaften und M.Sc. in Molecular Bioscience mit Schwerpunkt Evolution und Ökologie an der Universität Heidelberg gemacht. Sie zielt darauf ab, ökologische Fragen mit genetischen Methoden zu beantworten und untersucht daher im Laufe ihrer Promotion die Biodiversität von Insekten mit eDNA Metabarcoding, sowie die genetische Konnektivität bodenlebender Insekten um Barrieren für den Genfluss zu identifizieren.

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Nathalie Winiger

B4: Funktionale Konnektivität von saprophytischen Käfern in Totholz Flächen

nathalie.winiger@wildlife.uni-freiburg.de

www.wildlife.uni-freiburg.de

Nathalie graduierte an der Universität Bern mit einem B.Sc. in Biologie mit besonderem Schwerpunkt in Ökologie und Evolution. Sie absolvierte ihren M.Sc. in Tierökologie und Naturschutz und graduierte in 2014.
Sie hat ein starkes Interesse an angewandter Ökologie. Bei der Entwicklung ihrer Masterarbeit stand die Möglichkeit der realen Umsetzung im Vordergrund. Die Masterarbeit untersucht den Mangel an Wiederbesiedelung von wiederhergestellten Lebensräumen in der Schweiz durch den bedrohten Europäischen Ziegenmelker (Caprimulgus europaeus). Die Habitatsmerkmale und die Abundanz der Motten als primäre Beute wurden untersucht, um Managementempfehlungen geben zu können.

Während eines Forschungsprojekts im Naturhistorischen Museum in Florida, im McGuire Zentrum für Lepidopteren und Biodiversität, untersuchte Nathalie die Evolution der Hinterflügelenden von Arsenurinae, einer Unterfamilie von Lepidoptera. Sie fand die molekularen Methoden, die zur Aufklärung der Phylogenie eingesetzt wurden, äußerst interessant, und dies führte sie schließlich zu einer Doktorarbeit, welche Naturschutzbiologie mit molekularen Hilfsmitteln kombiniert.

Diese Kombination aus Naturschutz, Ökologie, Entomologie und molekularen Hilfsmitteln bildet den Schwerpunkt ihrer Doktorarbeit. Sie untersucht den Einfluss der Retentionsforstwirtschaft, der Waldstruktur und der Menge an Totholz auf die Ansammlungen von Totholzkäfer und genetische Vielfalt. Außerdem wird sie die funktionale Verbindung eines Totholzkäfers und der Bedeutung der Landschaftszusammensetzung analysieren.

Anna-Lena Hendel

B5: Landschafts-moderierte Nutzung von Waldstrukturen durch Fledermäuse

www.wildlife.uni-freiburg.de

Anna-Lena studierte Biologie in Berlin und Trondheim und setzte ihr Studium der „Global Change Ecology“ während eines Masterstudiums an der Universität Bayreuth fort. Durch ihr Studium in Bayreuth begann sie, Fernerkundungstechniken in ihre ökologische Forschung zu integrieren. Ihre Masterarbeit befasste sich daher mit den Auswirkungen extremer Wetterereignisse auf die Primärproduktivität und den Verlauf der Phänologie in der Arktis, welche sie mittel Feldbeobachtungen und Satellitenbildern feststellte und verglich. Während ihres Studiums in Bayreuth arbeitete Anna-Lena für eine Umweltberatung, bei der sie erstmals mit Fledermäusen in Kontakt kam. Aufgrund des geheimen, aber faszinierenden Lebens von Fledermäusen und der Tatsache, dass sie extrem an Landschaftsstrukturen gebunden sind, suchte sie nach einer Möglichkeit, ihre Interessen an Fernerkundung und Fledermäusen zu kombinieren und wandte sich an ConFoBi. In ihrem Promotionsprojekt zu der landschaftsmoderierten Nutzung von Waldstrukturen durch Fledermäuse erweitert sie nun das Forschungsthema, konzentriert sich auf die Landschaftseffekte und untersucht, wie Fledermäuse auf die Konnektivität der Landschaft reagieren. Auf diese Weise möchte sie die Lebensraumanforderungen von Fledermäusen besser verstehen und neue Erkenntnisse für die Forstwirtschaft und den Naturschutz gewinnen. Ihr gefällt, dass das Projekt methodisch anspruchsvoll ist und dass ihre Feldarbeit zur Validierung der neuen Methoden genutzt werden kann. Darüber hinaus möchte sie so viel wie möglich von den anderen ConFoBI-Projekten lernen, die eine einzigartige Gelegenheit für gemeinsame Forschungsideen, Wissenstransfer und gemeinsame Felderfahrungen bieten.

Marlotte Jonker

B5: Landschafts-moderierte Nutzung von Waldstrukturen durch Fledermäuse

marlotte.jonker@wildlife.uni-freiburg.de

www.wildlife.uni-freiburg.de

Marlotte studierte Wald- und Naturschutz an der Universität Wageningen in den Niederlanden, wo sie sich auf Ökologie spezialisierte. Ihr Fokus in ConFoBi ist die landschaftsgesteuerte Nutzung von Waldstrukturen durch Fledermäuse. Sie war begeistert und überrascht, als sie in das Projekt aufgenommen wurde, weil sie zuvor fünf Jahren nicht wissenschaftlich tätig war. Während dieser Zeit sammelte sie viele Erfahrungen in der ökologischen Gutachtertätigkeit, was ihr Interesse an der Ökologie weiter steigerte und ihr half, Teil des ConFoBi-Projekts zu werden. Ihre Meinung zu ConFoBi beschreibt sie als „ein so tolles Projekt: komplex, international, mehrskalig und natürlich das Thema: Wälder UND Fledermäuse“. Alles, wonach ich gesucht hatte!

Marlotte zeichnet die Ultraschallgeräusche der Fledermäuse in jeder Untersuchungsfläche auf. Nachdem sie die Daten analysiert hat, erhofft sie sich ein tieferes Verständnis über den Artenreichtum und die Diversität der Fledermäuse.

Im Endeffekt möchte sie ihre Erkenntnisse auf die Lebensraumstrukturen im Wald und auf den Landschaftskontext beziehen. Die große Frage, die sie zu lösen versucht, ist, ob Maßnahmen der Retentions-Forstwirtschaft, wie das Hinterlassen von Totholz und Lebensraumbäumen im Wald, tatsächlich zur Erhaltung der Artenvielfalt der Fledermäuse beitragen werden.

Marlotte sieht für sich in der Wissenschaft eine Zukunft. Sie möchte „zu unserem Verständnis der Natur beitragen“: Dinge entdecken, die wir nicht wissen, und Werkzeuge zur Verfügung stellen, die helfen, zum Erhalt der Natur beitragen zu können. Neben dem möchte ich der Welt ein Lächeln bringen, weiter fleißig sein und hoffe, dass ich „hungrig, albern bleiben kann…“.

João Manuel Cordeiro Vale Pereira

B6: Multi-skalen Evaluierung von Vogel-Wald Beziehungen

www.wildlife.uni-freiburg.de

João war schon in jungen Jahren von Natur und Vögeln fasziniert, sodass er ein Bachelor-Studium in Biologie an der Universität von Lissabon abschloss. Um seinen persönlichen Horizont zu erweitern, zog er nach Deutschland, um im Rahmen eines DAAD-Stipendiums ein Masterstudium. in Ökologie an der Universität Bremen zu absolvieren. Dort entwickelte João ein Interesse für das Thema Raumökologie und die Auswirkungen der Habitat Fragmentierung auf empfindliche Vogelarten und dafür, wie dieses Wissen sowohl in Schutzgebieten als auch in nachhaltigen land- und forstwirtschaftlichen Systemen angewendet werden kann. Seine Masterarbeit führte ihn in die fernen Landschaften der peruanischen Anden und wo er untersuchte, wie sich Waldfragmentierung und vom Menschen verursachte Veränderungen der Waldstruktur auf bedrohte Vogelgemeinschaften im hochgelegenen Polylepiswäldern auswirken. Verschiedene Kontinente, Höhenlagen und Vogelarten führte ihn von geschützten zu bewirtschafteten Wäldern. ConFoBi brachte ihn zurück nach Deutschland eine logische Konsequenz seiner Forschung für die Masterarbeit. sterarbeit. Im Schwarzwald wird João die ökologischen Mechanismen untersuchen, die Veränderungen in Vogelgemeinschaften entlang von Waldstrukturen und Fragmentierungsgradienten bewirken. Aufbauend auf der Arbeit seines Vorgängers Marco wird er untersuchen, inwiefern die Retentionsforstwirtschaft die Nahrungsbeziehungen von Vögeln - sowohl von Insekten als Beute als auch von Säugetieren als Raubtiere– verändert hat, was wiederum zu Mustern in Bezug auf Vogelreichtum und -aktivität führen könnte. João freut sich auf die vielfältigen Möglichkeiten der interdisziplinären Zusammenarbeit, die ConFoBi bietet und hofft, dass diese drei Jahre der Promotion eine solide Grundlage für eine Karriere im akademischen Bereich oder im Naturschutzbereich schaffen werden.

Taylor Shaw

B7: Ökologische Analyse der Akustik von lautgebenden Organismen entlang eines Waldstrukturgradienten

www.biologie.uni-freiburg.de

Taylors Interesse am Schutz der Biodiversität wurde bei National Geographic geweckt, wo sie als Layouterin arbeitete. Ihr Interesse wandelte sich von Grafikdesign zum Inhalt ihrer dortigen Arbeit. Seit 2013 arbeitete sie in verschiedenen Positionen, um so viel wie möglich über Waldnutzung, sowie die Biologie und Diversität von Bäumen zu lernen. Sie verbrachte zwei Jahre in Kambodscha und arbeitete dort sowohl in Projekten, die der Entwaldung entgegenwirken, als auch der Wiederaufforstung auf kommunaler Ebene dienten. Als Waldarbeiterin für die Bundestaaten Queensland und New South Wales pflanzte sie mit der Hand in Australien über 144.000 Bäume. In der Region „Pacific Northwest“ der USA arbeitete sie als wissenschaftliche Assistentin und sammelte in experimentellen Retentionsflächen Daten zur Rekrutierung von Nadelbäumen nach Erntemaßnahmen. Taylor erhielt ihren MSc in „Angewandter Ökologie und Naturschutz“ im Jahr 2017 von der Universität von East Anglia in Großbritannien. In ihrer Masterarbeit untersuchte sie die Artenvielfalt in Wiederaufforstungsflächen hochgefährdeter, subtropischer Araukarien-Wälder in Brasilien.

In ihrer Doktorarbeit widmet sich Taylor nun der akustischen Ökologie (soundscape ecology), ein relativ neues Forschungsfeld, das Landschaftsökologie, Bioakustik und Informatik miteinander verbindet. Sie untersucht inwieweit die strukturelle Diversität in Wäldern die akustischen Diversität, ein intrinsischer Bestandteil der Biodiversität, beeinflusst und welche Mechanismen dem zugrunde liegen könnten. Im Speziellen interessiert sie dafür wie akustische Diversität quantifiziert werden kann, um die Diversität der Vögel zu quantifizieren, um phänologischen Veränderungen in Vogelgemeinschaften zu verfolgen und wie diese Information mit Waldstrukturen verknüpft werden kann, die durch Managementmaßnahmen beeinflusst werden. Sie freut sich darauf ihren Beitrag dabei zu leisten, wie akustisches Monitoring effektiv genutzt werden kann und sich darüber mit Praktikern auszutauschen, die den Auftrag haben, Biodiversität in holzwirtschaftlich genutzten Wäldern zu fördern.

Sebastian Schwegmann

B8: Der Einfluss großer Herbivoren auf die Waldbiodiversität

www.wildlife.uni-freiburg.de

Sebastian hat den Bachelor Landschaftsökologie an der WWU in Münster gemacht und sich in seiner Abschlussarbeit mit der Renaturierung von Heide und artenreichen Grünland beschäftigt. Zum Master (Environmental Science, Wildlife and Biodiversity) kam Sebastian nach Freiburg und hat sich in der Masterarbeit mit Kamerafallen und Füchsen beschäftigt. Seit November 2018 organisiert er die praktische Jagdausbildung über die Professur Wildtierökologie und Wildtiermanagement und beschäftigt sich auch wissenschaftlich mit Rehen und anderen großen Herbivoren im Schwarzwald. Sein Projekt untersucht die Einflüsse unterschiedlicher Häufigkeiten von Rehen auf verschiedene Elemente der Biodiversität im Nutzwald, auch unter Beachtung von Landschaft und Waldstruktur. Er freut sich neben großen Säugetieren auch Vegetation und andere faunistische Gruppen in sein Projekt einzubeziehen und viel Zeit im Schwarzwald zu verbringen.  


Max Wieners

B9: Effekte von Waldstrukturen auf Pilze

Max hat sowohl das Bachelor- als auch sein Masterstudium der Biologie in Freiburg absolviert. Dabei hat er als Schwerpunkt seines Studiums Ökologie und Evolutionsbiologie gewählt, um sein Wissen in den Bereichen funktioneller Biodiversitätsforschung, regionaler Landschaftsökologie und in angewandten naturschutzfachlichen Fragestellungen zu vertiefen. In seiner Masterarbeit untersuchte er die Interaktion vom Rotrandigen Baumschwamm (Fomitopsis pinicola) und der Zitronengelben Tramete (Antrodiella citrinella), zwei holzbewohnenden Pilzarten.

Seine Faszination für das Reich der Pilze entdeckte er bereits während seines Bachelorstudiums, als er ein Praktikum am Staatlichen Museum für Naturkunde Karlsruhe machte und so das Arbeiten mit wissenschaftlichen Sammlungen und die Pilzökologie kennen lernte. Seitdem beschäftigt er sich intensiv mit dieser Organismengruppe und arbeitete zuletzt in einem Kooperationsprojekt vom Regierungspräsidium Karlsruhe, Naturkundemuseum Karlsruhe und Nationalpark Schwarzwald, bei dem es um die Pilzdiversität in der Kernzone des Nationalparks ging.

In seiner von der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU) geförderten Promotion untersucht er den Einfluss von Waldstruktur und -fragmentierung auf die Vielfalt der Pilze auf mehreren räumlichen Ebenen. Er interessiert sich dabei besonders für die taxonomische, funktionelle und genetische Diversität der holzbewohnenden Pilzarten und kombiniert dazu klassische mykologische Methoden mit modernen molekularen Ansätzen. Er freut sich darauf einen Beitrag zur interdisziplinären Forschung im Graduiertenkolleg ConFoBi zu leisten und möchte die Ausbildung im strukturierten Promotionsprogramm dazu nutzen, um eine Karriere an der Schnittstelle zwischen Forschung und Naturschutz zu begründen.

C1 Nicole Still

Nicole Still

C1: Ökonomische Evaluierung von biodiversitätsorientierten Waldbewirtschaftungsstrategien

www.ife.uni-freiburg.de

Nicole hat einen B.Sc. summa cum laude in Biologischer Anthropologie von der George Washington University und einen MSc in Umweltschutz und Management von der University of Edinburgh, wo sie die Auswirkungen von Strategien zur Bewirtschaftung von Wäldern und Wildtieren auf die Artenvielfalt und Strategien zur Maximierung des Engagements der Stakeholder für den Naturschutz auf verschiedenen räumlichen Ebenen untersuchte . Bevor Nicole zu ConFoBi kam, arbeitete sie mit NGO´s an Bemühungen und Initiativen zur Planung von Wäldern auf Landschaftsebene, um Landbesitzer und Forstpraktiker für eine verbesserte Waldbewirtschaftung und -erhaltung im Landschaftsmaßstab zu gewinnen. Die Promotion von Nicole konzentriert sich auf die wirtschaftliche Bewertung von Managementstrategien, die sich an der biologischen Vielfalt orientieren, unter Verwendung eines multidisziplinären Ansatzes, bei dem der Wert des sozialen Nutzens der biologischen Vielfalt sowie die Auswirkungen von Klima und Management auf die biologische Vielfalt berücksichtigt werden. Sie interessiert sich sehr für methodisch gemischte Ansätze zum Schutz der Biodiversität und ist besonders begeistert von den praktischen Anwendungen dieses ConFoBi-Projekts für Forst- und Landbewirtschafter.

Philipp Mack

C2: Lokales Wissen zur Biodiversität und zu Waldnaturschutzpraktiken

www.wildlife.uni-freiburg.de

Philipp hat sowohl das Bachelor- als auch sein Masterstudium der Geographie an der Universität Innsbruck mit den Schwerpunkten Entwicklungs- und Naturgefahrenforschung absolviert. Nach einem Auslandssemester an der Universidade de São Paulo beschäftigte er sich intensiv mit der Entwaldung und deren Zusammenhänge im brasilianischen Amazonasgebiet. Arbeits- und Forschungsaufenthalten in Brasilien folgte schließlich seine Masterarbeit zu sozialen Implikationen von Umwelt- und Post-Frontiergovernancemaßnahmen in der Region Südwestpará.

Durch den Fokus der integrativen Geographie interessiert sich Philipp vor allem für den transdisziplinären Charakter von ConFoBi und hofft zu diesem beitragen zu können. Zu Beginn seiner Promotion möchte er an die Arbeiten von Bettina zu lokalem Wissen anknüpfen und diese in das breitere Akteursgefüge einbetten. Methodisch soll dazu das breite Spektrum sozialwissenschaftlicher Methoden dienen, sowie das Interesse diese durch Mixed Methods Ansätze zu verknüpfen.

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Bettina Joa

C2: Lokales Wissen zur Biodiversität und zu Waldnaturschutzpraktiken

bettina.joa@confobi.uni-freiburg.de

www.wildlife.uni-freiburg.de

Bettina ist Diplom-Umweltingenieurin (FH) und Geographin (M.Sc.). An ConFoBi reizte sie insbesondere der interdisziplinäre Ansatz, der zu ihrem eigenen fachlichen Hintergrund, der Natur- mit Sozialwissenschaften verbindet, passte. Darüber hinaus kannte Bettina den Schwarzwald als Forschungsgebiet bereits sehr gut, so dass ConFoBi ihr eine Gelegenheit bot, dieses spannende Gebiet noch näher erforschen zu können.
Ihre Doktorarbeit konzentriert sich auf lokales Wissen und Naturschutzpraktiken. Bettina interessiert sich dabei für die Menschen, die tagtäglich in den Wäldern arbeiten und Naturschutz-Maßnahmen vor Ort praktisch umsetzen. Sie nutzt verschiedene sozialwissenschaftliche Methoden (Interviews, Gruppendiskussionen, Befragungen), um das lokale ökologische Wissen von PraktikerInnen zu untersuchen und herauszufinden, welche Rolle dieses für den Erhalt der Biodiversität in Wirtschaftswäldern spielt.

Manuel John

D1: Professionelle Epistemologien und Integration von biodiversitätsnahem Wissen in Sozio-politische Entscheidungsprozesse

www.envgov.uni-freiburg.de

Manuel machte seinen B.A. Sozialwissenschaften, bestehend aus Politikwissenschaft, Kommunikations- und Medienwissenschaften und Soziologie, an der HHU Düsseldorf. Er entwickelte ein besonderes Interesse an der Soziologie, weswegen er im Anschluss Soziologie (M.A.) an der FSU Jena studiert.

Sein Schwerpunkt auf qualitativer Interviewforschung führte ihn im Anschluss zum Nationalpark Schwarzwald. Hier war er als wissenschaftlicher Mitarbeiter an einem Projekt beteiligt, in dem die Beziehung der lokalen (zumeist älteren) Bevölkerung zum Wald erforscht wurde und dabei besonders die Rolle, die der Wald im Alltag der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts spielte.

Bei ConFoBi interessiert er sich, wie schon seine Vorgängerin Ronja Mikoleit, für die unterschiedlichen sogenannten „professional epistemologies“ oder Wissensordnungen der verschiedenen Sphären, die das ConFoBi-Projekt umgeben (z.B. Naturwissenschaften, Naturschutz, Forstwirtschaft, Forstpolitik…). Wie generieren sie jeweils Wissen, das als legitim anerkannt und als Basis für Entscheidungen genutzt wird? Er freut sich sehr auf die transdisziplinäre Zusammenarbeit, dem Austausch mit seinen Kollegen aus den unterschiedlichsten Disziplinen. Auf die drängende Frage, wie biologische Vielfalt erhalten werden kann, erhofft er sich neue und originelle Antworten.

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Ronja Mikoleit

D1: Professionelle Epistemologien und Integration von biodiversitätsnahem Wissen in Sozio-politische Entscheidungsprozesse

ronja.mikoleit@envgov.uni-freiburg.de

www.envgov.uni-freiburg.de

Ronja hat einen B.A. der Universität Freiburg in Soziologie und Ethnologie und einen M.A. an der Universität Potsdam in Soziologie erhalten. Während ihres Masterstudiums besuchte sie viele interdisziplinäre Kurse, die sich mit Gender- und Umweltfragen sowie qualitativen Forschungsmethoden beschäftigten. In ihrer eher theoretisch orientierten Masterarbeit konzentrierte sie sich auf die Rolle des Körpers und der Materialität in der soziologischen Theorie und deren Beziehung zu neueren phänomenologischen und materialistischen Ansätzen, die den Natur / Kultur-Dualismus in Frage stellen.

In ihrem Promotionsprojekt befasst sie sich mit der Frage, wie Wissen über Biodiversität und Managementpraktiken generiert und wie es in verschiedenen Entscheidungszusammenhängen eingesetzt wird. Ausgehend von der These, dass Forschung, Politik und Management im Bereich der Biodiversität und Forstwirtschaft durch unterschiedliche „professionelle Epistemologien“ oder "Wissenskulturen" gekennzeichnet sind, analysiert sie die vielfältigen institutionalisierten Praktiken, mit denen Mitglieder verschiedener Fachkreise Wissensansprüche prüfen und einsetzen. Sie verfolgt einen qualitativ-interpretativen methodologischen Ansatz, um spezifische „Wissensordnungen“ im Kontext von ConFoBi und forstlicher Alltagspraxis zu rekonstruieren.

Ronja schätzt ConFoBi für den interdisziplinären Austausch, der die individuellen Forschungsperspektiven bereichert, sowie die Arbeit im internationalen ConFoBi-Team. In ihrem Teilprojekt setzt sie ein breites Spektrum an qualitativen Forschungsmethoden ein, etwa Experteninterviews, Dokumentenanalyse und teilnehmende Beobachtung von Akteuren auf dem Gebiet der Biodiversitätsforschung und der Forstwirtschaft. Als Soziologin glaubt sie, dass umweltbezogene Themen wie Biodiversität genauso viel mit Gesellschaft wie mit der Natur oder Umwelt zu tun haben. Ihrer Meinung nach muss zu diesem Thema noch viel mehr sozialwissenschaftliche Forschung betrieben werden!

Carlos Miguel Landivar Albis

D2: Evidenzbasiertes Biodiversitätsmanagement in Wäldern

www.biometrie.uni-freiburg.de

Carlos Miguel hat seinen Bachelor in Biologie an der Universidad Mayor de San Andrés (La Paz, Bolivien) gemacht. Später absolvierte er seinen M.Sc. Abschluss in tropisches Forstmanagement an der TU Dresden. Zuletzt hat er ein Professional Certificate in Data Science von der Harvard University erhalten. Außerdem forschte Carlos über die Zusammensetzung von Vogelgemeinschaften in Feuchtgebieten der Hochanden, über Strategien zur Anpassung an den Klimawandel der Ureinwohner im bolivianischen Amazonas und über die Bewertung von Ökosystemleistungen in vogelfreundlichen Kaffeeplantagen in den Anden. Während seiner Promotion wird Carlos bei ConFoBi die sozioökonomischen Faktoren für die Waldbewirtschaftung und deren Folgen für die Waldstruktur und die Auswirkungen der Artenvielfalt auf die Struktur des Waldes. Sein Hauptziel ist es, den Entscheidungsprozess der Waldbewirtschaftung und seine Folgen für die biologische Vielfalt zu beschreiben, indem er die sozioökonomischen Anforderungen an den Wald, die wissenschaftlichen Erkenntnisse und die ökologischen Mechanismen, die die Waldstruktur und den Schutz bestimmen, kombiniert.